Glaube mir, denn ich habe es erfahren;
du wirst mehr in den Wäldern finden
als in Büchern,
Bäume und Steine werden dich lehren,
was du von keinem Lehrmeister hörst.

Bernhard von Claivanse, 1090 - 1153

 

         
Wald –ABC  

           
                                
A wie Achtung
Mit Achtung jedem Wesen begegnen, gleich ob es eine Ameise, ein Käfer, eine Pflanze oder ein anderes Kind ist. Es ist wichtig, den anderen wahrzunehmen und zu spüren, wie er sich fühlt.Transportieren von Gegenständen, beim Bau eines Waldsofas und Tipis.
 
C wie christliche Erziehung
Wir leben im Einklang mit der Schöpfung und orientieren uns am christlichen Jahreskreis.
Werte und Normen sind genauso wichtig wie christliche Rituale und biblische Geschichten.
 
D wie Düfte
Wie riecht ein modriger Baumstamm, Moos nach einem Regentag, matschige Erde oder der erste Holunder im Jahr.
 
E wie Emotionale Entwicklung
Das Draußen sein bietet den Kindern Erfahrungen mit Beständigem und Wechselhaftem.
Einerseits wechselt die Umwelt im Laufe des Jahres, gleichzeitig erfährt das Kind den
wiederholten Rhythmus im Jahreslauf. Beides trägt zur Stabilität in der Gefühlswelt des Kindes bei.
 
F wie Freiheit
Der Blick ist frei!
Das Tun in der freien Natur ist anregend und befriedigend zugleich. Doch gibt es auch hier
Grenzen und Regeln einzuhalten, die einen ungefährdeten Aufenthalt ermöglichen.
 
G wie Gesundheit
Der Aufenthalt in der Natur fordert das Immunsystem des Kindes heraus. Eine gute Kleidung ist unumgänglich. Auch Wechselkleidung sollte für die Kinder vorhanden sein.
 
H wie Herausforderungen
Kinder stärken ihr Selbstbewusstsein und ihr Selbstvertrauen durch selbst gestellte Aufgaben. In der Natur gibt es täglich viele Möglichkeiten, neue Herausforderungen zu sehen und zu bewältigen
                                                                                                                                   
I wie Interesse
Engagierte Kinder widmen sich ihrem Tun mit allen ihren Sinnen und erfahren dabei viel
Wissenswertes über sich und über ihre Umwelt.

 
J wie Jeder
Jeder ist ein Teil der Gruppe. Er ist ein Individuum und so gut wie er ist. Er ist von Gott gewollt, wie er ist.
 
K wie Kreativität
Mit den Dingen, die die Kinder in der Natur finden, kann schöpferisches Tun angeregt werden. Zweige, Nüsse und Gräser regen die Phantasie der Kinder an. Sie setzen sich damit auseinander. In ihrem Spiel können Wurzeln zu Piratenschiffen, Baumwurzeln zu Höhlen werden.
 
L wie Langeweile
Nimmt man Langeweile auseinander, entsteht ein Begriff, der zeigt, dass Kinder im Wald lange Weile haben, um sich mit ihrer Umgebung vertraut zu machen.
 
M wie Motorik
Die Kinder üben ihre Motorik jeden Tag beim Laufen auf unebenem Boden, Besteigen der Hügel, überwinden von kleinen Hindernissen, spüren ihre Muskeln beim Tragen von Steinen, Stöcken und Wurzeln. Die Feinmotorik der Kinder lässt beim Spiel und Basteln mit Erlen, Eicheln und Moos viele Erfahrungen zu.
 
N wie Nachdenken
Was ist uns wichtig für unsere Kinder, was wollen wir vermitteln? Einen Teil der Kindheit in der Natur verbringen zu können, gehört sicher zu einem der schönsten Momente in der Kindheit.
 
O wie Orientierung und Halt
Orientierung und Halt geben die Regeln und Strukturen im Tagesablauf und im Jahreskreis.
 
P wie Pädagogen
Erzieher begleiten ihre Kinder bei ihrem täglichen Tun, sie unterstützen die Kinder auf der Suche nach Antworten.
 
Q wie Querdenken
Kinder werden zum Nachdenken angeregt. Sie stellen eigene Überlegungen an, oft finden sie zu einer für uns Erwachsene überraschenden Erkenntnis.
 
R wie Rituale
Der Tagesablauf ist ritualisiert z.B. der Morgenkreis, das Beten vor dem Essen, das gemeinsame Essen, das Willkommens- und Abschlusslied.
 
 S wie Sprache                                                         
Im Tagesablauf finden rhythmische Spiele, Fingerspiele und Geschichten ihren Platz. Die Kinder lernen darüber hinaus Pflanzen, Tiere und Phänomene der Natur mit ihren Namen zu kennen. Die Kinder sprechen über ihr Spiel und den Nutzen der von ihnen gewählten Materialien.
 
T wie Täglich
Jeden Tag beobachten die Kinder ihre Umgebung. Nach den Interessen der Kinder werden in
Absprache mit den Erziehern Projekte geplant und ausgeführt. In persönlichen Portfolios sammeln die Kinder ihre Schätze. Regelmäßig beobachten und dokumentieren die Erzieher das Geschehen im Wald oder auf der Wiese mit den Kindern.
 
U wie Umwelt
Die Umwelt, vor allem den Respekt und die Achtung vor der Schöpfung den Kindern nahe zu bringen, ist ein wichtiges Anliegen der Waldgruppe.
 
V wie vernetztes Denken
Wie sieht der Baum im Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter aus? Wenn er keine Eicheln hat, was fressen dann die Tiere? Kausales Denken erlaubt den Kindern, im Zusammenhang zu lernen.
 
W wie Wasser und Matsch
gehören zu den sinnlichsten Erfahrungen im Leben eines Kindes. Die Faszination der Elemente wirkt auf das Erleben der Kinder. Schmutzig sein dürfen ist ein Teil der Kindheit.

 
 
X wie Xylophon
Musizieren mit Instrumenten, die aus    Naturmaterial  her-         gestellt werden,  stellen für Kinder einen besonderen Reiz    dar.  Flöten, Triangel und Trommel untermalen die  Lieder im  Morgenkreis.   
 
 Z wie Zecken
 Mit dem Aufenthalt im Freien ist auch mit Zecken bei den Kindern zu rechnen.
 Bitte kontrollieren Sie daher Ihre Kinder täglich.